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PRESSEMITTEILUNG 026/2006
Der VFA zur bevorstehenden Entscheidung des G-BA


16. Juli 2006

Es geht um mehr als um Insulin, es geht um die Patienten

 
Berlin (VFA). Wenn der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), immerhin das höchste Gremium in der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, am kommenden Dienstag, dem 18.07.2006 über die Erstattungsfähigkeit von Insulin-Analoga entscheidet, geht es um eine Grundsatzentscheidung. Denn der G-BA entscheidet zum ersten Mal auf der Grundlage einer Nutzenbewertung des neu geschaffenen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Besondere Brisanz gewinnt die bevorstehende Entscheidung dadurch, dass sich das IQWiG harsche Kritik an seiner methodischen Vorgehensweise gefallen lassen musste. Wesentliche Informationsquellen wurden für die Bewertung nicht herangezogen, Patienten- und Ärzteerfahrung wurden weitgehend ausgeblendet, kritisiert der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA).

Der VFA hatte sich stets für eine Nutzenbewertung - allerdings nach international gültigen Standards - ausgesprochen. Im Einzelnen fordert der VFA für die Bewertungsverfahren des IQWIG

  • Konsistente, strukturierte Verfahrensabläufe
  • Durchgängige Transparenz, von der Auftragserteilung bis zum Abschlußbericht
  • Ergebnisoffenen Bewertungsprozesse
  • Einen frühzeitigen fachlichen Dialog mit Patientengruppen, Fachgesellschaften und Herstellern
  • Das Heranziehen der besten verfügbaren Evidenz, nicht nur in klinischen Studien
  • Eine Auswertung nach sachgerechten Bewertungskriterien.
Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) ist der Wirtschaftsverband der forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 40 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des VFA repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 86.000 Mitarbeiter, darunter mehr als 14.500 in Forschung und Entwicklung.



Die Pressekonferenzen des VFA - ab sofort auch im Internet. Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/onlinepk
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