Berlin (vfa). Die steuerliche Förderung der Forschung und Entwicklung (F&E) in Unternehmen ist dringend geboten. Das betonen die Autoren des 2. Gutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), das gestern der Bundesregierung übergeben wurde.

Für die forschenden Pharma-Unternehmen erklärt hierzu vfa-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer: "Industrielle Forschung ist der volkswirtschaftliche Wohlstand von morgen. Das gilt zwar grundsätzlich immer, bekommt aber in der Rezession besonderes Gewicht. Jetzt müssen wir die Weichen in Richtung zukunftsfähiger Produkte stellen, damit die Märkte schnell wieder Tritt fassen! Forschende Pharma-Unternehmen setzen auf diese Zukunft, denn wir stehen für die Branche mit den höchsten Forschungsaufwendungen in Deutschland: Jährlich mehr als 4,5 Milliarden Euro; Tendenz trotz Finanzkrise steigend!"

Der vfa hält es wie die EFI und der BDI (Bundesverband der deutschen Industrie) für angezeigt, dass eine steuerliche Forschungsförderung unverzüglich eingeführt wird. Dabei sollten diese Eckpunkte beachtet werden:

• Eine steuerliche F&E-Förderung muss auf Dauer angelegt sein.

• Es sollten 10 Prozent des gesamten unternehmerischen F&E-Aufwandes (Personal-, Sachaufwendungen, Forschungsaufträge an Dritte) von der Steuerschuld abgezogen werden können.

• Für Firmen, die dies nicht verrechnen können, z.B. weil sie sich noch in der Aufbauphase befinden (Start-Ups etc.), sollte Geld ausgezahlt werden.

"Viele wichtige Wettbewerber Deutschlands (insgesamt 21 Länder) bedienen sich bereits dieses Instruments, darunter die USA, Großbritannien und Frankreich. Es geht also darum, in diesem Punkt einen wichtigen Standortnachteil Deutschlands zu entschärfen," so Yzer weiter.

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 48 weltweit führenden Herstellern und ihren über über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 90.000 Mitarbeiter. Rund 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des vfa - ab sofort auch im Internet. Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/onlinepk