Berlin (vfa). "Mit jedem Jahr werden durch neue Forschungsergebnisse Therapien für Krebspatienten verbessert. Dieser Fortschritt für die Patientinnen und Patienten ist auch neuen Medikamenten zu verdanken. Ein Drittel der Forschungsaufwendungen der Pharma-Industrie gelten allein diesem Krankheitsgebiet!" Das erklärte Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), am heutigen Welt-Krebs-Tag.

Eine Vielzahl neuer Medikamente, die die Unternehmen 2014 auf den Markt bringen wollen, dienen der besseren Therapie von Krebspatienten. Zwei Mittel gegen Brust- und Prostatakrebs sind schon im Januar auf den Markt gekommen, Medikamente gegen Schilddrüsen-, Eierstock- und Schwarzen Hautkrebs, chronische lymphatische Leukämie (CLL) sowie die mit Lymphknoten-Tumoren einher gehende Krankheit Morbus Castleman könnten folgen.

"Forschungsergebnisse zu Krebsmedikamenten werden an dem Nutzen für Patienten gemessen, z.B. daran, in wie weit die Mittel lebensverlängernd wirken", so Fischer. "Für die Patientinnen und Patienten kann es aber ebenso wichtig sein, dass das Fortschreiten ihrer Erkrankung hinausgezögert und Begleitsymptome wie Knochenschmerzen vermindert werden. Auch das muss folglich bei der frühen Nutzenbewertung neuer Krebsmedikamente stets berücksichtigt werden."

Drei der kommenden Medikamente sind für den Einsatz im Sinne der Personalisierten Medizin gedacht: Ein Test bei der Patientin oder dem Patienten vor der Verordnung gibt Auskunft, welches Mittel in diesem konkreten Fall wirksam und verträglich sein dürfte; in einem Fall werden sogar Proteine aus dem individuellen Tumor in das Medikament eingearbeitet. Dazu Fischer: "Gerade Krebspatienten wollen schnell Gewissheit haben, ob sie eine wirksame Behandlung bekommen. 'Personalisierten Medizin' verhilft den Erkrankten zielgerichteter zu einer für sie geeigneten Therapie und zugleich dem Gesundheitswesen zu mehr Effizienz. Deshalb engagieren sich forschende Pharma-Unternehmen nachhaltig auf diesem Gebiet."

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 80.000 Mitarbeiter. Mehr als 18.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/vfapharma