Zwei Drittel der Deutschen: „Gesundheitsreform nützt mir!“
Das Umfrageinstitut TNS EMNID hat im Auftrag des vfa die Bevölkerung nach ihrer Meinung zur Gesundheitspolitik gefragt. Die Ergebnisse wurden am Dienstag in Berlin vorgestellt.
Insgesamt befragte TNS EMNID am 12. und 13. Januar 2010 1.004 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren.
Eine deutliche Mehrheit der Befragten zählt das Gesundheitswesen zu den drei bedeutendsten Reformbereichen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Lediglich für das Bildungswesen und den Arbeitsmarkt sehen die Deutschen einen noch höheren Reformbedarf. Auffällig ist jedoch, dass kein Politikfeld in den vergangenen drei Jahren so stark an Reformbedürftigkeit in den Augen der Bevölkerung zugenommen hat wie das Gesundheitswesen.
In eine Reform des Gesundheitswesens setzen mehr als zwei Drittel, nämlich 70 Prozent, die Hoffnung zum Besseren. Sie Vertrauen darauf, dass ihnen Veränderungen hier eher nützen als schaden würden.
Insgesamt zeigen sich jedoch 67 Prozent der Deutschen zufrieden mit dem hiesigen Gesundheitssystem. Hierzu zählen jene 13 Prozent, die sagen, sie seien mit dem System sehr oder gar vollkommen zufrieden – ein Anteil der seit vier Jahren stabil ist.
Zwar kommen drei Viertel der Befragten zu dem Schluss, das System biete eine gute medizinische Versorgung, gleichzeitig sagen aber auch zwei von drei Deutschen, es sei zu kompliziert, zu teuer und verschwende Geld. Zudem ist die Mehrheit der Auffassung, die Interessen der Patienten fänden nicht ausreichend Berücksichtigung.
Nur knapp die Hälfte rechnet damit, dass die Krankenkassenbeiträge künftig steigen werden, 53 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Beiträge stabil bleiben oder gar zurückgehen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Umfrage vorgenommen wurde, bevor einzelne Kassen jüngst konkret Zusatzbeiträge ankündigten.
Knapp jeder zweite Bundesbürger hält eine Reformierung des Gesundheitsfonds für notwendig. Nur jeder Vierte möchte, dass er bleibt, und jeder Fünfte plädiert gar für seine Abschaffung.
Auf die Frage „Sind Sie für mehr Wettbewerb auf allen Ebenen des Gesundheitssystems, also bei Krankenkassen, Krankenhäusern, Ärzten, Arzneimittelherstellern und Apotheken?“ antworteten 63 Prozent mit Ja. Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von TNS EMNID sieht darin – auch unter dem Eindruck der neuerlichen Regierungsbeteiligung der FDP – einen Mentalitätswandel in der Bevölkerung.
Fast alle Befragten halten den Anspruch, allen Patienten die notwendige Behandlung zukommen zu lassen, für richtig. Bei der Einschätzung, ob die Erfüllung dieses Anspruchs auch bezahlbar sei, gehen die Meinungen jedoch auseinander: Der Anteil derer, die glauben, dies sei finanzierbar bzw. nicht finanzierbar ist gleich hoch.
Auch eine Leistungsbeschränkung der gesetzlichen Krankenversicherung beurteilen die Deutschen ähnlich differenziert: Während 52 Prozent es für falsch hielten, wenn die GKV-Leistungen sich auf die wesentlichen medizinischen Behandlungen beschränken würden, fänden dies 46 Prozent korrekt.
Auf die Frage, wie gut die Befragten die gesundheitspolitische Programmatik der einzelnen Parteien kennen, gaben 17 Prozent an, diese wäre ihnen weitestgehend oder sehr genau bekannt. 36 Prozent gestanden, sie würden diese kaum oder gar nicht kennen.
Eine Präsentation der Umfrageergebnisse finden Sie in unserer digitalen Pressemappe.
Insgesamt befragte TNS EMNID am 12. und 13. Januar 2010 1.004 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren.
Eine deutliche Mehrheit der Befragten zählt das Gesundheitswesen zu den drei bedeutendsten Reformbereichen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Lediglich für das Bildungswesen und den Arbeitsmarkt sehen die Deutschen einen noch höheren Reformbedarf. Auffällig ist jedoch, dass kein Politikfeld in den vergangenen drei Jahren so stark an Reformbedürftigkeit in den Augen der Bevölkerung zugenommen hat wie das Gesundheitswesen.
In eine Reform des Gesundheitswesens setzen mehr als zwei Drittel, nämlich 70 Prozent, die Hoffnung zum Besseren. Sie Vertrauen darauf, dass ihnen Veränderungen hier eher nützen als schaden würden.
Insgesamt zeigen sich jedoch 67 Prozent der Deutschen zufrieden mit dem hiesigen Gesundheitssystem. Hierzu zählen jene 13 Prozent, die sagen, sie seien mit dem System sehr oder gar vollkommen zufrieden – ein Anteil der seit vier Jahren stabil ist.
Zwar kommen drei Viertel der Befragten zu dem Schluss, das System biete eine gute medizinische Versorgung, gleichzeitig sagen aber auch zwei von drei Deutschen, es sei zu kompliziert, zu teuer und verschwende Geld. Zudem ist die Mehrheit der Auffassung, die Interessen der Patienten fänden nicht ausreichend Berücksichtigung.
Nur knapp die Hälfte rechnet damit, dass die Krankenkassenbeiträge künftig steigen werden, 53 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Beiträge stabil bleiben oder gar zurückgehen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Umfrage vorgenommen wurde, bevor einzelne Kassen jüngst konkret Zusatzbeiträge ankündigten.
Knapp jeder zweite Bundesbürger hält eine Reformierung des Gesundheitsfonds für notwendig. Nur jeder Vierte möchte, dass er bleibt, und jeder Fünfte plädiert gar für seine Abschaffung.
Auf die Frage „Sind Sie für mehr Wettbewerb auf allen Ebenen des Gesundheitssystems, also bei Krankenkassen, Krankenhäusern, Ärzten, Arzneimittelherstellern und Apotheken?“ antworteten 63 Prozent mit Ja. Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von TNS EMNID sieht darin – auch unter dem Eindruck der neuerlichen Regierungsbeteiligung der FDP – einen Mentalitätswandel in der Bevölkerung.
Fast alle Befragten halten den Anspruch, allen Patienten die notwendige Behandlung zukommen zu lassen, für richtig. Bei der Einschätzung, ob die Erfüllung dieses Anspruchs auch bezahlbar sei, gehen die Meinungen jedoch auseinander: Der Anteil derer, die glauben, dies sei finanzierbar bzw. nicht finanzierbar ist gleich hoch.
Auch eine Leistungsbeschränkung der gesetzlichen Krankenversicherung beurteilen die Deutschen ähnlich differenziert: Während 52 Prozent es für falsch hielten, wenn die GKV-Leistungen sich auf die wesentlichen medizinischen Behandlungen beschränken würden, fänden dies 46 Prozent korrekt.
Auf die Frage, wie gut die Befragten die gesundheitspolitische Programmatik der einzelnen Parteien kennen, gaben 17 Prozent an, diese wäre ihnen weitestgehend oder sehr genau bekannt. 36 Prozent gestanden, sie würden diese kaum oder gar nicht kennen.
Eine Präsentation der Umfrageergebnisse finden Sie in unserer digitalen Pressemappe.
Hörbeitrag zu diesem Thema:
vfa-Pressekonferenz "Gesundheitspolitik 2010 - Was denken die Menschen?" - Präsentation der Ergebnisse einer repräsentativen Emnid-UmfrageVFA-Podcast: Weitere Hörbeiträge / Podcast abonnieren...
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