Design-Elememt

Erstattung


13. Oktober 2005

Zahlt die Kasse für Blutzuckerteststreifen für Diabetiker?

 
"Stimmt es, dass Blutzuckerteststreifen als nicht rezeptflichtige Medikamente gelten und daher nicht von der Krankenkasse bezahlt werden dürfen? Wie ist die ärztliche Verordnung von Teststreifen generell geregelt?"

Versicherte haben nach § 31 SGB V Anspruch auf Versorgung mit Harn- und Blutteststreifen, deren Kosten 2004 mit rund 560 Millionen Euro nicht unerheblich waren. Blutzuckerteststreifen gehören zwar zu den rezeptfreien Medizinprodukten, bleiben aber rezeptierbar.

In der Praxis werden Teststreifen vom Arzt jedoch nur dann auf Kassenrezept verordnet, wenn Blutzuckerselbstmessungen "sinnvoll und wirtschaftlich" sind; das heißt, wenn die Behandlung von Diabetes die Messung erfordert und wenn der Patient in der Lage ist, daraus gegebenenfalls therapeutische Konsequenzen zu ziehen. Dies ist in der Regel bei einer intensivierten Insulintherapie und bei Insulinpumpenträgern der Fall. Ferner können Blutzuckermessungen bei instabilen insulinpflichtigen Diabetikern oder bei Diabetes-Patienten mit häufigen hypoglykämischen Zuständen angezeigt sein.

Teststreifen für Blutzuckerselbstmessungen, die ausschließlich zur Dokumentation der Glukosewerte im Blut dienen, werden jedoch nicht verordnet. Die Verordnung von Blutzuckerteststreifen allein zu diesem Zweck entspricht nicht den "Kriterien einer wirtschaftlichen Verordnungsweise", die von den Ärzten zu beachten sind.

Service

AMNOG interaktiv
Teaserbild Animation Frühe Nutzenbewertung

Animierte Infografik zur frühen Nutzenbewertung: Prüfungen und Verhandlungen - Probleme und Konflikte
weiter lesen

Bilder der Forschung 2010

Hier finden Sie alle Siegerbilder und die Nominierten.
weiter lesen