Design-Elememt

Wechselwirkungen


17. November 2009

Ist es eigentlich gefährlich, mehrere Arzneimittel gleichzeitig einzunehmen?

 
Ist es eigentlich gefährlich, mehrere Arzneimittel gleichzeitig einzunehmen?

Viele Menschen müssen gleichzeitig verschiedene Medikamente einnehmen, weil sie an mehreren Krankheiten leiden. Wer befürchtet, dass die gleichzeitige Einnahme mehrerer Arzneimittel unerwünschte Wechselwirkungen mit sich bringt, sollte besonders aufmerksam den entsprechenden Abschnitt der Packungsbeilage lesen oder sich mit seinem Arzt oder Apotheker beraten. Bei sorgfältiger Auswahl aus der verfügbaren Palette von Medikamenten sind Wechselwirkungen meist vermeidbar. Die forschenden Pharmaunternehmen versuchen bereits bei der Arzneimittelentwicklung, Wechselwirkungsrisiken zu ermitteln und sehen entsprechende Hinweise in der Packungsbeilage vor. Bei der Vielzahl der bereits vorhandenen Medikamente kann diese Prüfung aber nicht alle Kombinationen von Arzneimitteln abdecken.

Auch wenn ein Medikament zugelassen und auf dem Markt ist, gehen die Pharma-Unternehmen jedem Verdacht auf Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen nach. Sie setzen ihre Erkenntnisse im Interesse der größtmöglichen Sicherheit für die Patienten in Form von Hinweisen an Ärzte, Apotheker und Patienten um.

Viele Patienten, die an mehreren Krankheiten leiden, sind bei verschiedenen Spezialisten in Behandlung, die oft die Verschreibungen ihrer mitbehandelnden Kollegen nicht kennen. Wer sich deshalb von seinem Arzt oder Apotheker zur Zusammenstellung seiner Medikamente beraten lässt, sollte ihm auch diejenigen nennen, die er ohne Rezept gekauft hat und einnimmt. Denn auch solche Medikamente können unerwünschte Wechselwirkungen haben.

In diesem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass es bei manchen Arzneimitteln zu Wechselwirkungen mit bestimmten Lebensmitteln kommen kann. Auch dahingehend sollte der entsprechende Abschnitt der Packungsbeilage gelesen werden oder der Arzt bzw. Apotheker befragt werden.

Aus Angst vor unerwünschten Wechselwirkungen sollte niemand ein verordnetes Medikament ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker absetzen. Denn das Risiko, Schaden durch die Nichtbehandlung einer Krankheit zu erleiden, ist viel höher als das Risiko eines Schadens durch unerwünschte Nebenwirkungen.

Service

AMNOG interaktiv
Teaserbild Animation Frühe Nutzenbewertung

Animierte Infografik zur frühen Nutzenbewertung: Prüfungen und Verhandlungen - Probleme und Konflikte
weiter lesen

Bilder der Forschung 2010

Hier finden Sie alle Siegerbilder und die Nominierten.
weiter lesen