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Verena Holzmann: Lymphdrüsenkrebs



"Nach der Diagnose bin ich ganz kämpferisch geworden. Ich war mir sicher: Da muss es ein Medikament geben, was mir hilft"

Frau Holzmann, wie haben Sie von Ihrer Krankheit erfahren?

Das war 2005, kurz vor Weihnachten. Ich hatte Knoten unter meiner Achsel getastet und bin zu meiner Gynäkologin gegangen, weil ich zunächst an Brustkrebs dachte. Der Verdacht war unbegründet, deshalb hat sie mich an meinen Hausarzt verwiesen. Nach verschiedenen Untersuchungen stand die Diagnose Non-Hodgkin-Lymphom fest, eine bösartige Form von Lymphdrüsenkrebs. Das war ein Schock für mich. Ich habe mich gefragt, warum gerade ich? Und das schon im fortgeschrittenen Stadium. Das hat mich überrascht. Ich hatte vorher überhaupt keine Beschwerden.

Was kam nach der Diagnose?

Da bin ich ganz kämpferisch geworden. Ich war mir sicher: Da muss es ein Medikament geben, was mir hilft. Ich habe nie daran gedacht, dass es nicht klappen könnte. Und ich hatte Glück. Es gab moderne Medikamente, die mir geholfen haben. Ich hatte insgesamt sieben Chemozyklen im Abstand von jeweils drei Wochen. Zwischendurch wurde der Therapieverlauf immer wieder überprüft. Als nach dem sechsten Zyklus immer noch Tumore sichtbar waren, war ich total enttäuscht. Aber nach dem siebten Zyklus war alles weg. Die Zeit war ganz schön hart. Meine Tochter war damals noch sehr klein und ich war oft ziemlich erschöpft. Und natürlich sind mir die Haare ausgefallen. Aber das war ein kleiner Preis angesichts des ansonsten positiven Krankheitsverlaufes. Im Sommer 2006 war der Krebs dann ganz verschwunden.

Wie wichtig waren moderne Medikamente bei Ihrer Therapie?

Moderne Medikamente waren das wichtigste überhaupt. Ohne Sie würde ich jetzt wohl nicht mehr leben. Mit ihrer Hilfe habe ich den Krebs besiegt. Und lebe jetzt wieder als wäre der Krebs nie dagewesen.

Wie würden Sie Ihr Leben heute beschreiben?

Der Krebs hat schon was verändert. Unser Leben ist jetzt ruhiger und regelmäßiger. Vor meiner Krankheit habe ich als Flugbegleiterin gearbeitet. Ich war viel unterwegs. Den Beruf musste ich wechseln. Aber ansonsten lebe ich ganz normal. Ich spüre keine Nachwirkungen der Krankheit und der Therapie. Ich nehme auch keine Medikamente mehr.

Warum haben Sie sich entschieden bei der Kampagne mitzumachen?

Ich bin sehr dankbar für den Verlauf meiner Krankheit. Das verdanke ich den modernen Medikamenten. Ich halte Forschung einfach für unglaublich wichtig. Es kann schließlich jeden treffen, Menschen jeden Alters und jeder Gesellschaftsschicht.

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