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Cathrin Hübener will Tänzerin werden – mit Rheuma

Als Cathrin Hübener drei Jahre alt war, fingen die Schmerzen an. Nachts hat sie plötzlich geschrien und konnte sich kaum noch bewegen. Nach einer Weile stellten die Ärzte fest: Rheuma. "Ohne die richtigen Medikamente säße ich heute wahrscheinlich im Rollstuhl", sagt die leidenschaftliche Tänzerin.

Ohne die richtigen Medikamente würde ich heute wahrscheinlich im Rollstuhl sitzen.

Wann wurde bei Ihnen Rheuma festgestellt?

Als ich drei Jahre alt war, fingen die Schmerzen an. Ich habe nachts plötzlich geschrieen, konnte mich kaum noch bewegen. Die Ärzte wussten anfangs nicht, was die Ursache war. Ich hatte Fieberschübe und Gelenkschwellungen an Hand- und Kniegelenken. Nach einer Weile stellten die Ärzte dann fest, dass ich an Rheuma litt. Ich war damals zu klein, um die Krankheit richtig zu begreifen. Dass ich krank war, wurde mir erst später richtig bewusst. Ich musste mit vier Jahren das erste Mal für fünf Wochen ins Krankenhaus. Das war schlimm für mich. Ich habe fast jede Nacht geweint und nach meiner Mutter gerufen.

Wie wurden Sie behandelt?

Ich habe Medikamente bekommen. Die ersten Medikamente habe ich allerdings nicht so gut vertragen, und litt an Übelkeit. Doch jetzt nehme ich ein Medikament, mit dem ich keine Probleme mehr habe. Ich gehe regelmäßig zu Routineuntersuchungen. Die Schübe kommen nur noch selten, aber wenn ich einen habe, schwellen meine Gelenke sichtbar an, meist ist das aber schmerzfrei. Trotzdem muss ich in ärztliche Behandlung. Eine Gelenkpunktion ist dann meist Teil der Therapie. Auch die Medikamente müssen, je nach dem wie stark die Schübe sind, in ihrer Dosis verändert werden.

Wie geht Ihre Familie mit der Krankheit um?

Mit "Rheuma" verbanden meine Eltern das Bild von alten Menschen mit verkrümmten Gliedmaßen. Es war anfangs für sie ein großer Schock, als ich mit nur drei Jahren an Rheuma erkrankte. Besonders schlimm war, dass zu dieser Zeit auch meine ältere Schwester Rheuma bekommen hat. Doch dank der richtigen Medikamente führt auch sie mittlerweile ein normales Leben und ist stolze Mutter. Unsere Familie hält zusammen und wir haben gelernt, mit der Krankheit umzugehen.

Wie hat sich Ihr Leben durch die Krankheit verändert?

Bis das richtige Medikament gefunden wurde, war ich stark eingeschränkt. Sport oder andere Dinge, die meine Gelenke beanspruchen, konnte ich nicht machen. Seit ich mit den richtigen Medikamenten behandelt werde, kann ich ein fast normales Leben führen. Aber ohne diese Medikamente säße ich heute wahrscheinlich im Rollstuhl. Ich tanze leidenschaftlich gern und will Tänzerin werden, das wäre sonst nicht möglich gewesen.

Wie leben Sie heute mit der Krankheit?

Zurzeit habe ich überhaupt keine Einschränkungen mehr. Mein letzter Schub war im vergangenen Jahr im November. Da verschlechterten sich die Werte und ich musste wieder ins Krankenhaus zur Punktion. Beim Sport und insbesondere beim Tanzen bin ich natürlich vorsichtiger als andere, damit ich meine Gelenke nicht zu stark beanspruche. Aber die Krankheit bestimmt nicht mehr mein Leben.

Warum engagieren Sie sich für die Pharmaforschung?

Dass ich mir meinen großen Traum vom Tanzen erfüllen kann, verdanke ich der Forschung. Die wenigsten wissen, dass auch Kinder und Jugendliche an diesen schmerzhaften Gelenkerkrankungen leiden können. Ich möchte gerne zeigen, dass Rheuma keine Krankheit von alten Menschen ist, sondern auch Kinder treffen kann. Auch meine Eltern haben sich früher keine Gedanken über die Bedeutung der Forschung gemacht. Erst wenn man selbst von der Krankheit betroffen ist, ist man dankbar, dass es wirkungsvolle Medikamente gibt.

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