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2. September 2010

Widmann-Mauz verteidigt Gesundheitsreform

 
Erfurt (dpa) - Die CDU-Gesundheitsexpertin Annette Widmann-Mauz hat die Sparpläne der Bundesregierung bei Ärztehonoraren im Zuge der Gesundheitsreform verteidigt. Auch Ärzte müssten ihren Beitrag zum Sparpaket leisten, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag in Erfurt. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen befürchtet wegen der Gesundheitsreform der Bundesregierung im nächsten Jahr Minusrunden für die Praxisärzte im Freistaat. Hintergrund ist eine für die nächsten zwei Jahre geplante Änderung bei der Honoraranpassung.

Diese geht laut KV zu Lasten von Ärzten in Bundesländern mit besonders vielen kranken Menschen. Widmann-Mauz erinnerte in einer CDU-Veranstaltung zum Thema Ärztemangel daran, dass die Praxen in Thüringen in den vergangenen beiden Jahren besonders hohe Honorarzuwächse verzeichnet hätten.

Nach Angaben der KV-Vorsitzenden Regina Feldmann wird die Zahl der Arztbesuche in Thüringen bis zum Jahr 2020 trotz rückläufiger Bevölkerungszahl um 4,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006 zunehmen.
Grund sei eine immer älter werdende Bevölkerung, die mehr ärztliche Behandlung benötige. Zugleich müssten in diesem Zeitraum rund 1600 altersbedingt aufgegebene Arztpraxen neu besetzt werden, darunter 900 Hausarztpraxen.
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