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8. Februar 2012

Kassenärzte warnen vor Internetpraxen

 
Stuttgart (dpa) - Baden-Württembergs Kassenärzte warnen vor dubiosen Internetpraxen. Laut Gesetz sei es verboten, Patienten nur über den Computer ärztlich zu beraten, machte Johannes Fechner, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) am Donnerstag in Stuttgart deutlich. «Es ist äußerst fragwürdig, Ferndiagnosen aufgrund von Fragebögen vorzunehmen, ohne ein einziges Mal den Patienten zu sehen.» Der Kranke wissen nicht einmal sicher, wer ihn berate - dabei sei Gesundheitsberatung Vertrauenssache.

Die Vereinigung sieht in diesen Internetpraxen vor allem den Versuch, mit fragwürdigen Geschäftspraktiken Geld im Gesundheitssystem zu verdienen. Klar sei, dass die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten nicht übernehme - weder für die Behandlung noch für die Medikamente. Die KVBW vertritt rund 19 000 niedergelassene Ärzte. Zudem gestaltet sie nach eigenen Angaben die medizinische Versorgung für die gesetzlich Versicherten mit.
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