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1. August 2006

Bessere Behandlung in Sicht

 
Stammzellen eröffnen eine ganz neue Perspektive
Durch den Einsatz moderner Arzneimittel ist die Chance, einen Herzinfarkt zu überleben, heute fünfmal größer als 1960. Zudem lässt sich das Risiko, dass es überhaupt zu einem Infarkt kommt, durch Normalisierung von Blutdruck und Cholesterinwerten und die Anwendung von Medikamenten, die die Gerinnungsneigung des Blutes senken, erheblich verringern. In den nächsten Jahren sind für Herz-Kreislauf-Erkrankungen weitere bedeutende Verbesserungen in der Arzneimitteltherapie zu erwarten.

Derzeit erproben die forschenden Pharmaunternehmen neue Wege zur Verhinderung oder Auflösung von Blutgerinnseln. Mehrere Forschungs- und Entwicklungsprojekte konzentrieren sich auch darauf, durch einen Herzinfarkt entstandene Gewebeschäden zu verhindern oder zu mindern. Zudem soll es neue Medikamente geben, die durch Steigerung der Konzentration des so genannten „guten Cholesterin“ ( fachsprachlich HDL genannt) der Atherosklerose und verschiedenen Herzkrankheiten vorbeugen soll.

Ein neues Therapieprinzip geht dahin, das Wachsen neuer kleiner Blutgefäße im Herzen anzuregen. Dazu werden Stammzellen direkt in das Herz injiziert. Dabei werden dem Patienten Knochenmarkszellen entnommen, die ihm drei bis sechs Tage später gereinigt über einen Herzkatheter wieder zugeführt werden. Die Stammzellen verbessern durch Gefäßneubildung die Durchblutung des Herzens. Sollten sich erste Meldungen über Erfolge mit dieser Therapie bestätigen lassen, eröffnet sich Herzinfarktpatienten eine ganz neue Perspektive.
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