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15. September 2005

Impfung könnte Durchbruch bringen

 
Impfung gegen HPV-Infektion
Vorbeugen ist besser als heilen - ein altes Sprichwort, das auch in Bezug auf den Gebärmutterhalskrebs seine Berechtigung hat. Weltweit erkranken jährlich rund 470.000 Frauen an dieser Krebsart, allein in Deutschland gibt es jedes Jahr 2.500 Todesfälle.

In naher Zukunft könnte es möglich sein, vorbeugend gegen jene Viren zu impfen, die für 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind: die Stämme 16 und 18 der so genannten Humanpapilloma-Viren (HPV).

Studien mit zwei Impfstoffen lieferten bisher viel versprechende Ergebnisse. So ergab eine Impfung bei 552 Probandinnen in einem zweieinhalbjährigen Beobachtungszeitraum eine um 90 Prozent verringerte Wahrscheinlichkeit der betreffenden HPV-Infektion. Die Impfstoffe haben sich darüber hinaus als gut verträglich gezeigt. Die Forscher der Unternehmen hoffen, die ersten Produkte spätestens im Jahr 2007 auf den Markt bringen zu können.

Große Hoffnung besonders für Entwicklungsländer

Besonders große Hoffnung könnte eine Impfung für Länder bedeuten, in denen regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen noch nicht Standard sind und in denen deshalb noch immer viele Frauen auf Grund einer fehlenden oder zu späten Behandlung an Gebärmutterhalskrebs sterben. Doch auch in Deutschland kann der konsequente Einsatz der Impfstoffe langfristig einen Großteil der jährlichen Neuerkrankungen und Todesfälle verhindern. Und nicht zuletzt könnten mit der Impfung zahlreiche Kontrolluntersuchungen vermieden werden, die nötig sind, um festzustellen, ob eine Infektion mit den HPV-Stämmen 16 oder 18 vorliegt.
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