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15. September 2005

"Evitas" früher Tod - kein unausweichliches Schicksal!

 
Die argentinische Präsidentengattin "Evita" (© dpa)
Sie litt und sie starb viel zu jung an Gebärmutterhalskrebs: Eva Perón, bekannt unter dem Namen Evita. Als Ehefrau des argentinischen Präsidenten Juan Perón genoss sie unter ihren Landsleuten große Beliebtheit - auf Grund ihrer Schönheit und ihres Charismas, nicht zuletzt aber wegen ihrer Solidarität mit den Armen. Weltberühmt wurde “Evita“ spätestens durch das gleichnamige Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice sowie den Kinofilm mit Madonna in der Hauptrolle. Als Eva Perón am 26. Juli 1952 starb, zogen Millionen Argentinier trauernd durch die Straßen.

Evitas Tod durch Gebärmutterhalskrebs (auch Peróns erste Frau war daran gestorben) hätte vermieden werden können. Denn schon 1928 hatte der griechisch-amerikanische Arzt George Nicolas Papanicolaou einen Abstrich am Muttermund zur Krebsfrüherkennung entwickelt - den in Anlehnung an seinen Namen benannten Pap-Abstrich. Dieser Test kann einen Hinweis auf eine mögliche Infektion mit Humanpapilloma-Viren (HPV) liefern, deren Hochrisikotypen als Auslöser der meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs gelten. Gleichzeitig können durch den Pap-Abstrich bereits Vorformen beziehungsweise frühe Stadien des Gebärmutterhalskrebses erkannt werden, in denen die Heilungschancen noch sehr gut sind. Auf diese Weise hat die Vorsorgeuntersuchung schon vielen Frauen das Leben gerettet und tut dies noch heute.

Trotz anfänglicher Skepsis war die Pap-Methode in den 1940er-Jahren bereits in vielen Ländern verbreitet - nicht jedoch in Argentinien, der Heimat Evitas.
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