Der Insulin-Inhalator bietet bald die Möglichkeit der spritzenfreien Insulintherapie
Einen Weg zu neuen Medikamenten gegen Typ-II-Diabetes weisen gentechnisch veränderte Mäuse - so genannte
"Knock-out-Mäuse", denen ein Gen zur Bildung eines bestimmten Enzyms fehlt. Dadurch sind sie
weniger anfällig für Dickleibigkeit, und das Hormon Insulin wirkt bei ihnen besser. Wissenschaftler versuchen nun ein Medikament zu entwickeln, das das entsprechende Enzym beim Menschen blockiert. Damit stünde ein weiterer Wirkstoff zur Verfügung, um den Typ-II-Diabetes zu behandeln.
Ebenfalls sehr interessant ist die Entwicklung der neuen Medikamentenklasse
Glitazar. Diese Wirkstoffgruppe wird bei einer einmal täglichen Einnahme zwei wichtige Funktionen erfüllen: Die
Blutzuckerwerte senken und die
Cholesterinwerte normalisieren. In gleicher Weise wirken bereits die seit kurzen eingeführten Glitazone. Die in ähnlicher Weise wirkenden Glitazare - unter anderem bekämpfen sie die Insulinresistenz - scheinen aber eine
bessere Wirksamkeit zu bieten. Besonders interessant ist diese neue Wirkstoffgruppe, weil Diabetes in der Regel erhöhte Cholesterinwerte und damit das Risiko von Gefäßkomplikationen mit sich bringt.