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15. September 2005

Asthma

 
In vielen Fällen führt eine Allergie, zum Beispiel gegen Hunde- oder Katzenhaare, zu Asthma
Diese Erkrankung der Atemwege ist weit verbreitet. So leidet allein in Deutschland zirka jedes zehnte Kind an Asthma. Bei den Erwachsenen sind etwa fünf Prozent von der quälenden Atemnot betroffen.

Wenn die Luft wegbleibt

Ursache der Beschwerden sind überempfindliche Bronchien, die selbst auf harmlose Reize reagieren, indem sie sich verengen und verkrampfen. Es kommt zum gefürchteten Asthmaanfall: Der Patient hat das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, denn die eingeatmete Luft kann durch die eng gestellten Bronchien nicht richtig entweichen, wodurch das Einatmen ebenfalls nicht mehr richtig funktioniert.

Aber auch wenn kein akuter Anfall besteht, bereitet die Erkrankung Beschwerden. Asthmatiker weisen eine dauerhaft entzündete Bronchialschleimhaut auf, in der sich zunehmend Flüssigkeit ablagert. Sie schwillt immer weiter an, so dass das Atmen allgemein schwerer fällt.

Asthma tritt in verschiedenen Formen auf

Das allergische Asthma wird - wie der Heuschnupfen auch - durch so genannte Allergene ausgelöst. Das Immunsystem wehrt sich beispielsweise gegen Blütenpollen, Tierhaare, bestimmte Nahrungsmittel oder Hausstaubmilben.

Beim nicht allergischen Asthma reagieren die Betroffenen auf Dinge wie kalte Luft, Rauch, Stress, Ärger, Angst und körperliche Anstrengung. Diese Form der Erkrankung wird daher auch als Anstrengungsasthma bezeichnet.

In vielen Fällen liegt jedoch eine Mischform aus allergischem und nicht allergischem Asthma vor. Verschiedene Reize verstärken sich gegenseitig oder steigern die Empfindlichkeit der Patienten gegenüber anderen Stoffen.

Inzwischen gilt Asthma als gut behandelbares Leiden. Medikamente lindern die chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut und erweitern die Atemwege. Diese Präparate dienen der Dauerbehandlung. Bei einem Anfall kommen kurzfristig Medikamente zum Einsatz, die die Atemwege sofort weit stellen und die jeder Asthmatiker stets bei sich tragen sollte. Mit entsprechender medikamentöser Behandlung ist es Betroffenen sogar möglich, Ausdauersportarten wie Radfahren oder Dauerlaufen nachzugehen.
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