Forscher arbeiten derzeit an der Entwicklung neuer Therapieformen
In zahlreichen Forschungsprojekten versuchen Wissenschaftler,
neue Therapieformen zur Behandlung der Alzheimerkrankheit zu finden. Sie suchen beispielsweise nach Wegen, um die Eiweißablagerungen im Gehirn zu verhindern oder zu reduzieren.
Als Erfolg versprechend werten Experten außerdem eine Therapie mit speziellen so genannten
Cholesterin-Synthese-Hemmern, den "Statinen". Neue Studien zeigten, dass Patienten, die auf Grund erhöhter Cholesterinspiegel mit Statinen behandelt wurden, selten an Alzheimer erkranken. Eine weitere interessante Entdeckung ist, dass ein
Antiinfektivum mit dem Wirkstoff Clioquinol offensichtlich in der Lage ist, die Eiweißablagerungen aufzulösen. In Tierversuchen zeigten Alzheimermäuse, die damit behandelt worden waren, jedenfalls in verschiedenen Gedächtnis- und Verhaltenstests bessere Leistungen als ihre unbehandelt gebliebenen Artgenossen.
Große Hoffnungen setzen Forscher daneben auf die
Entwicklung eines Impfstoffs, der den Krankheitsverlauf verlangsamen soll. Ziel dieses Ansatzes ist es, dass der Patient Antikörper gegen die zerstörerischen Eiweißablagerungen im Gehirn bildet.