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Herausforderung Demenz


16. Februar 2012

Alzheimer: Topthema der Pharmaforschung

 

Das Gesundheitssystem muss sich vorbereiten


Schätzungen zufolge dürfte sich die Zahl der Alzheimer-Kranken in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf rund 1,4 Millionen verdoppeln, wobei andere Demenzformen noch gar nicht berücksichtigt sind. Das deutsche Gesundheitssystem ist auf die hierdurch vor allem im Pflegebereich entstehenden Belastungen jedoch noch nicht eingerichtet. Welche Veränderungen in dieser Hinsicht dringend erforderlich sind, hat 2010 eine repräsentative Umfrage gezeigt, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des vfa unter 115 Experten aus Gesundheitspolitik und -wissenschaft durchführte. Dabei wurden besonders drei Verbesserungsmaßnahmen von der überwiegenden Zahl der Befragten als wesentlich genannt:

  • Eine bessere Unterstützung der familiären Pflege (84%)
  • verstärkte Investitionen in die Entwicklung neuer Medikamenten, die den Ausbruch von Demenz verhindern oder das Fortschreiten zumindest verzögern (60%)
  • Der Ausbau der stationären Pflegeeinrichtungen (54 %)


Die Experten geben zu erkennen, dass sie – wo immer möglich – der familiären Pflege den Vorzug gegenüber der stationären Pflege geben. Sie betonen aber, dass diese nur geleistet werden kann, wenn die Pflegenden massive Unterstützung durch externe Hilfsdienste erhalten.

Insgesamt sahen die Gesundheitsexperten die steigende Zahl Demenzkranker als eine der größten Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem. Rund drei Viertel der Befragten waren der Ansicht, dass es dafür nicht ausreichend gerüstet sei. Beim Pflegesystem waren sogar rund 90 Prozent dieser Meinung. Dennoch blickten rund zwei Drittel der Experten optimistisch in die Zukunft, weil sie in den kommenden Jahren mit therapeutischen Fortschritten durch innovative Medikamente rechnen.

Weitergehende Informationen über die Expertenbefragung finden sich hier.


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