Medikamente gegen schädliche Bakterien zählen zu den größten Errungenschaften der Medizin. Doch immer wieder sind Patienten und Ärzte mit Resistenzen konfrontiert. Antibiotika-Forschung ist deshalb von großer Bedeutung; und in den nächsten Jahren könnten neun neue Präparate auf den Markt kommen.
Die forschenden Pharma-Unternehmen haben im Jahr 2011 insgesamt 27 neue Medikamente mit neuen Wirkstoffen auf den Markt gebracht – und damit zahlreichen Patienten zu einer besseren Behandlung verholfen. Im Jahr zuvor waren es 26.
Dr. Hagen Pfundner ist einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Vorstandes des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Plischke an, der nach vierjähriger Amtszeit nicht erneut für den Vorsitz kandidierte.
Seit um 1996 herum klar wurde, dass eine Kombination mehrerer Medikamente die Viren für lange Zeit in Schach halten kann, ließ sich die Infektion bei vielen Patienten von einer tödlichen in eine chronische Krankheit umwandeln. Bei ihnen schreitet die Schädigung des Immunsystems nicht weiter fort, und sie geraten nicht ins AIDS-Stadium.
Die Behandlung verlangt jedoch eiserne Einnahmetreue und hat spürbare Nebenwirkungen. Deshalb bleibt es oberstes Gebot, es gar nicht erst zu einer Infektion kommen zu lassen.
Auf Grund des gut ausgebildeten Fachpersonals bietet es sich primär an, in Deutschland forschungsintensive, höherwertige Produkte herzustellen oder entsprechende Dienstleistungen zu erbringen. Deshalb müssen solche Branchen gestärkt werden, die zur Hoch- oder Spitzentechnologie zählen. Hierzu gehören mit Forschungsausgaben von rund 14 Prozent des Umsatzes die forschenden Pharma-Unternehmen. Der Produktionsstandort Deutschland weist eine ganze Reihe von Stärken, aber auch einige Schwächen auf. Um im zunehmenden Standort-Wettbewerb mithalten zu können, sollten diese Schwächen gezielt angegangen werden.
Das Wissenschaftsjournal Science hat die wissenschaftlichen Highlights des vergangenen Jahres gekürt. Der Top-Durchbruch kommt demnach aus der Medizin.
Der Medizinnobelpreis 2011 geht an Bruce A. Beutler, Jules A. Hoffmann und Ralph M. Steinman für ihre bahnbrechenden Entdeckungen beim menschlichen Immunsystem.